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Dringend!! WAVS-NORMALISIEREN JA ODER NEIN ???

Musiksoftware Forum: Musiksoftware Allgemein: Ältere Beiträge: Dringend!! WAVS-NORMALISIEREN JA ODER NEIN ???

   Von Robert123 am Freitag, den 25. Januar, 2002 - 10:28:

Ich bin gerade beim Fertigstellen einer per Hardiscrecording erstellten PRE-Produktion, welche schließlich in einem "richtigen" Studio gemischt werden sollte.

Meine Frage:
Soll ich meine Wav-Spuren normalisieren oder nicht bevor ich ins "grosse" Studio geh ??
Ich habe nämlich bisher unterschiedliche Meinungen darüber gehört:
PRO: durch Normalisieren hab ich mehr Bit, mit denen ich in Effektgeräte gehen kann --> mehr Bit --> je mehr Bit da sind für das Effektgerät --> desto mehr kann es auch verarbeiten -->desto besser auch das Ergebnis.
CONTRA: durch Normalisieren entsteht aber auch ein kleiner Qualitätsverlust (durch Hochrechnen der Dateninformation der Wav-Spuren). Ist nicht nötig...z.B. ein Analogkompressor im Studio macht dasselbe, und da ist die Qualität besser...

Suche einen Experten, der mir hier den besseren Weg erklären kann!!

danke

   Von Starfishpool am Freitag, den 25. Januar, 2002 - 15:13:

Wie du schon gesagt hast entsteht durch normalisieren noch mehr digitale fehler ,zb jitter .Entweder du benützt einen compressor analog oder digital oder die im studio machen das.
Das Pro.- ist eigentlich so ein schwachsinn
denn wenn du den output vom harddisk rekorder lauterstellst bekommst du auch mehr pegel ins effeckt gerät.Eins stimmt schon je mehr pegel zur 0 grenze um so besser können die A/D wandler arbeiten.Aber wenn du digital in dein effeckt gerät gehst ist ein niedriger pegel "fast" egal denn rauschen kann da nicht verstärkt werden (auser durch schlechte D/A wandler am ausgang)
Wenn du zu wenig pegel hast könntest es ja auch digital remastern (am besten mit einer stabilen wordclock)
Aber um himmels willen (ist meine meinung) nicht normalisieren besser ist ein compressor
see Jah

wenn du ein masterstudio meinst dann würd ich die finger vom normalisieren lassen oder von pegel enderung .Das machen die dann ,werden ja dafür bezahlt und sind höchstwarscheilich profis

2x See Jah ;-)

   Von Ccc am Freitag, den 25. Januar, 2002 - 16:22:

Die meisten (guten) Programme haben sicher eine Jitter-Korrektur, ich nehme an, wenn Du in ein Pro-Studio gehst, wirst Du was brauchbares gemacht haben, wofür es sich auszahlt in ein teures Studio zu gehen.
Normalisieren ist gut für Programme, die mit linearer Quantisierung arbeiten, das heißt, bei Vollpegel hast Du auch Deine 16/24bit "ausgenützt". Bei nicht-linearer Quantisierung wäre es egal zu normalisieren, da immer der momentane Wert/Pegel als voll "ausgenützt" gilt.
Normalisieren kann man um Gottes Willen nicht mit einem Compressor vergleichen. Ein Compressor verändert ja Dein Signal (ich hoffe, ich muß nicht einen Compressor erklären), normalisieren hebt alle Samples Deines Soundfiles direkt proportional zueinander so stark an, bis das "lauteste" Sample im Audio-File das Maximum (default) oder jenen Wert, den Du eingibst, erreicht.
Qualitätsverlust entsteht im Normalfall nicht. Es ist aber logisch, das das Grundrauschen der Aufnahme (Amps, Mikro, Mixer) mit angehoben wird. Aber das passiert ja auch, wenn man einfach den Fader hochzieht,gell? ;-)

Ich würde an Deiner Stelle probieren was passiert: mach ein Backup Deines Projekts oder kopiere Deine Files und Normalisiere Diese (zu Testzwecken)...

Ciao
ccc

   Von Robert123 am Freitag, den 25. Januar, 2002 - 19:10:

erstmal danke für eure Antworten!
Starfishpool:
Wenn man den Ausgangspegel vom Harddiscrecorder höher stellt..muss man aber speziell wieder auf Übersteuerungen achten. Wenn ich vorher Normalisiere kann ich nachher "gemütlich" mischen?
--> Ob Effektgerät oder in der Mischung mehr Bit´s ergibt auch einfach mehr Dynamik und Rauschabstand (vor allem bei Analogen Kompressoren?)?? Ist das kein Pro-Argument??
Ich weiss es nicht...ich frage dich??

Ccc: :-) nein, ich weiss was ein Compressor ist!
Siehe starfishpool --> der empfielt in seinem ersten Satz auch "quasi stattdessen" einen Compressor zu verwenden.

zu "Profis":
Ich habe auch bei wer-weiss-was.de nach Tontechnik Experten gesucht --> Verblüffenderweise sind die Antworten ca. 50% Pro und 50%contra --> also ich bin so schlau wie vorher....bei "profis" herrscht anscheinend hier geteilte Meinung ;-)

Ich werde mal ein paar Testnormalisierungen durchführen. Wenn sich qualitativ subjektiv nix ändert werd ich normalisieren.
Im Studio selber mag ich nur mehr Mischen...dort zu normalisieren kostet zuviel Zeit, die ich nicht habe.

   Von Armin am Freitag, den 25. Januar, 2002 - 21:53:

Hallo,

der ideale Zustand ist, wenn Du gar nicht
normalisieren brauchst, weil Deine Aufnahem
bereits bei 0dB liegt. Und dazu ist ein
analoger Compressor sehr hilfreich, d.h.
bereits die Aufnahme ist komprimiert und
möglichst vollausgesteuert. Wenn sie das
nicht ist, dann hat Normalisieren eben
Vor-und Nachteile. Normalisieren multipliziert
jeden Sample Wert mit einer Konstanten, so
daß der lauteste Wert bei 0dB landet. Dann
hast Du eine vollausgesteuerte Spur. Daß ist
erstmal gut. Allerdings hebst Du den
Rauschpegel genauso proportional mit an.
Das ist schlecht. Wenn Du mit der
Aussteuerung schon ganz gut liegst und
später tatsächlich im Studio jede einzelne
Spur noch durch einen Kompressor schicken
kannst, dann ist der Weg sicher der bessere.
Wenn das nicht geht, dann kann
Normalisieren durchaus auch mal das Mittel
der Wahl sein.

Grüße,
Armin

   Von Ccc am Samstag, den 26. Januar, 2002 - 13:49:

Aber im vorhinein einen Compressor dazwischenklemmen ist auch nicht die Lösung, da ist das Signal schon verfälscht! Da muss man schon wissen, was man tut und nicht jeder hat einen guten brauchbaren Comp/Limiter wie einen Urei. Da lasse ich mir lieber 6dB Headroom, verzichte bei der Aufnahme auf ein paar bit und hab ein korrektes Signal.
Die - wenn auch überhaupt - fehlenden dB kann ich ja dann im Mixdown aufholen.

Ciao

ccc

   Von Armin am Sonntag, den 27. Januar, 2002 - 19:35:

$º(?$¸?1k0$1\$º5H(b$º*,$º?Ltsweise. Und
die ist ok! Aber es gibt sehr
gute Gründe einen Kompressor VOR der
Digialisierung einzusetzen. Darauf wollte ich
hinweisen. Und Du kannst das Ergebnis im
Mixdown später nicht mehr aufholen. Beispiel:
eine Gitarre wird aufgenommen. Das Signal
wäre eingentlich übersteuert, wird aber duch
den "analogen" Kompressor "flach" gehalten
und dann digitalisiert. Das kannst Du später
nicht mehr machen, weil Du das
Ausgangssignal übersteuert in digitaler Form
nicht herkriegst. (Mußt Du wahrscheinlich
auch nicht, aber ist eben ein Unterschied)


Viele Grüße,
Armin

   Von Ccc am Montag, den 28. Januar, 2002 - 12:57:

Hey, warum soll eine Gitarre übersteuert sein???
Meinst Du jetzt einen Verzerrer oder eine Übersteuerung imMixer???
Man hat doch den Pegel im Griff. Mit aufholen meinte ich, das man z.B. eine Gitarre, die ich mit -6dB (peak) aufnehme, ohne weiteres im Mix anheben kann und wenn es mir dennoch nicht punchy genug ist, häng ich mir einen Compressor in den Insert, oder was auch immer....

   Von Armin am Montag, den 28. Januar, 2002 - 21:45:

Wenn Du z.B. eine Gitarre aufnimmst und vor
der Digitalisierung durch einen Kompressor
gehst, dann kannst Du stärker aufdrehen,weil
der Kompressor mögliche kurze Spitzen
wegschneidet. Später kriegst Du das nicht
mehr hin, weil dann diese Spitzen bereits
clippen. Daher kann es Sinn machen, sowas
vorher zu machen. Evtl. auch bei Stimme.
Ausserdem hebst Du beim Anheben um 6dB
natürlich auch den Rauschpegel mit an, d.h.
Du wirst immer versuchen mit der Aufnahme
so nah wie möglich an der 0dB zu sein. Und
das klappt besser mit einem vorgeschalteten
Kompressor. Aber - und da bin ich Deiner
Meinung - es ändert natürlich den Sound. Aber
in der heutigen Pop-Landschaft ist sowieso
alles gadenlos zusammengequetscht.

Viele Grüße,
Armin

   Von Ccc am Dienstag, den 29. Januar, 2002 - 17:08:

stimmt, leider gibt es keine Dynamik mehr, hauptsache der Peak-Meter steht auf Null und bleibt dort stehen, bis der Song aus ist.

Nicht vergessen: mit einem Kompressor drückst Du die Spitzen runter, das ist auch ok so, wird das Signal sicher nicht stark verändern. Dann kannst Du den Pegel anheben via Kompressor Output Gain->und jetzt der Clou! Da hebst Du das Rauschen des Mics, des Mixers UND des Kompressors mit an!

Ich bräuchte "nur" gute A/D Wandler, damit so wenig Rauschen wie möglich entsteht.

Es ist g´hupft wie g´hatscht und warscheinlich Wurscht, wie man´s macht, das muss jeder für sich entscheiden...

   Von Electricdreams am Mittwoch, den 30. Januar, 2002 - 00:43:

Hallo,
Ich normalisiere auch immer meine Aufnahmen.Habe heute mal gegabbt um festzustellen ob da wirklich so vieler Jitter sind. War nicht der Fall bis auf einem Song auf der CD wurde alles ohne Jitter gegrabbt.Bei mir hören sich normalisierte Aufnahmen besser an wenn ich sie später auf eine CD gebrannt habe und über die Hifianlage abspiele.Habe kein Rauschen festgestellt in der Aufnahme obwohl ich alles über ein Analogmischpult jage.Klappt eigentlich ganz gut auch mit normalisieren bei mir.
Gruß Kalle



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