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Software-Synthesizer oder Software -Sampler

Musiksoftware Forum: Ältere Beiträge: Software-Synthesizer oder Software -Sampler

   Von andre am Montag, den 30. Dezember, 2002 - 10:23:

Hallo.
Ich arbeite seit wenigen Monaten mit "Cubase" und bisher nutze ich (für Midi) nur die Klangerzeugung des Keyboadrs bzw. eine abgespeckte Version des "Universal Sound Modules". Die Klänge die dabie erzeugt werden sind aber leider nur mehr als dürftig.
Jetzt meine Frage: Man sagte mir, ich könne entsprechende Software-Synthesizer bzw. Software- Sampler benutzen um hochwerige Sounds zu produzieren. Worin besteht aber nun der Unterschied zwischen den Beiden??
Ich möchte mir beispielsweise die Synthesizer-Klänge eines Songs kopieren und dann eigene Melodien einspielen. Ist das überhaupt möglich, oder ist man darauf angewiesen eigene, kreative Klänge selbst herzustellen.
Für einen Rat wäre ich sehr dankbar.

Bis denn...
´Andre

   Von armin am Montag, den 30. Dezember, 2002 - 13:33:

Hallo,

ein Software Synthesizer ist ein Programm, welches die Funktionsweise eines Synthesizers modelliert, d.h. irgendwelche Algorithmen verwendet, um Klänge zu erzeugen. Ein Software Sampler ist ein Programm, welches in der Lage ist, vorgefertige Klänge abzuspielen. Ein Sampler kann also nicht selbst Klänge kreieren, sondern ist darauf angewiesen, mit Klängen gefüttert zu werden. Dazu gibt es sog. Sampling CDs, auf denen dieses "Futter" drauf ist. Ein Sampler hat natürlich den Vorteil, daß er quasi beliebig erweiterbar ist. Du mußt nur genug Geld für weitere Sampling CDs haben. Ein Synthesizer hat den Vorteil, daß er den Bereich, für den er geschaffen wurde, erheblich besser beherscht, als ein Sampler. Ein Synthesizer ist also eher ein Spezialist (noch nie gehörte, abgefahrene Sounds ...), während der Sampler als Allrounder (Drums, Bass, akustische Instrumente) einsetzbar ist. Fazit: eingentlich brauchst Du Beides, weil beides seine spezifischen Vorteile hat. Wenn Du Dir beides im Moment nicht leisten kannst, würde ich Dir zu einem Sampler mit ein paar guten CDs raten. Dann kannst Du nämlich z.B. Deine eingenen Samples machen und von vorliegendem Klangmaterial Dinge bearbeiten.

Grüße,
Armin

   Von andre am Dienstag, den 31. Dezember, 2002 - 09:30:

Hallo armin,
so in etwa habe ich es mir auch vorgestellt.
Ích hab hier bei mir einen ganzen Haufen von "Sample-Cd´s" von Magix (Sound Pool). Diese kurzen Audiofiles enthalten kurze rhythmische Muster der verschiedensten Klänge vom Synthi, Drums, Bass, usw. Kann ich nun diese Klänge in den Software-Sampler jagen, und dann meine EIGENE Melodie daraus machen, d.h. die Samples nicht nur als vorgefertigte Files in Audio zu benutzen, sondern über Midi eine Melodie einzuspielen und den Software-Sampler dann als interne Klangerzeugung benutzen ??
Dann müßte man ja auch die Klänge aus normalen Liedern "klauen" können und diese für sich selbst benutzen können, oder ??
Welchen Software-Sampler würdest du mir denn empfehlen ?? (ich hab schonmal was von "Halion" gehört) Es ist aber das Problem, das ich leider nur einen PII (350 Mhz) besitze und da wahrscheinlich schon so ziemlich ausgelastet sein werde.
Belastet ein Software-Sampler oder ein S.-Synthesizer den Prozessor mehr ?

Vielen Dank nochmals für deine kompetente Hilfe.
Andre.


P.S.: Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen guten Rutsch ins neue Jahr 2003 und weiterhin viele spannende Gespräche hier im Forum.

   Von armin am Dienstag, den 31. Dezember, 2002 - 12:55:

Hallo Andre,

bei den Sampling CDs gibt es unterschiedliche Formen. Das was Du beschreibst, sind CDs die Instrument Licks oder im Falle von Schlagzeug sog. Drum Loops beinhalten. Das sind also rhytmische Muster, die in einem bestimmten Tempo eingespielt wurden. Damit ist man natürlich recht eingeschränkt, weil man das Tempo und die Tonhöhe (bei Instrumenten) nicht mehr (oder nur sehr aufwändig) ändern kann. Es gibt aber auch CDs, bei denen die Einzelnoten gesampelt wurden. Da findet man also z.B. ein komplettes Schlagzeug mit allen Sound einzeln drauf. Damit lassen sich dann komplett eigene Rhythmen erzeugen. Natürlich gibt es sowas auch für Klaviere, Gitarren, Synthesizer etc.. Loops oder Licks haben halt den Vorteil, daß man mit dem Material arbeiten kann, was Profis eingespielt haben. Aber den Nachteil der Eingeschränkheit.

Ein Sampler gibt immer das wieder, womit Du ihn fütterst. Wenn Du also einen Klang verwenden willst, den Du in einem Song gehört hast, dann stehst Du vor dem Problem, diesen Klang erst einmal sauber aus dem Song rauszuschneiden. Das klappt in den seltensten Fällen wirklich gut, weil er ja in diesem Song innerhalb des kompletten Mixes eingebettet ist. Aber grundsätzlich kannst Du mit einem Sampler so vorgehen.

Welcher Sampler? Da kann ich Dir nur sehr beschränkt helfen. Ich arbeite mit Logic und da ist EXS24 natürlich die erste Wahl. EXS24 ist ein sehr solide klingender Sampler mit einer sehr guten Ausstattung. Und er wird zusammen mit Logic weitergepflegt und verbessert. Außerdem ist ideal in die Logic Umgebung eingebunden. Wenn Du nicht mit Logic arbeitest bieten sich aber eher andere Produkte an. Darüber kann ich aber nichts sagen, weil ich die nicht kenne, bzw. bisher nicht selbst ausprobiert habe. Ein PII mit 350 MHz (ich arbeite auf dem Mac, also auch hier wieder keine sehr kompetente Aussage) dürfte nicht ausreichen. Sampler brauchen zwar in der Regel erheblich weniger CPU Last als Synthesizer, aber Rechenleistung kann man leider nie genug haben. Auf den Hersteller Sites dürftest Du aber Angaben finden, welche Systemvoraussetzungen gefordert sind. Du mußt dabei beachten, daß Du ja außer dem Sampler bzw. Synthesizer auch noch weitere Sachen parallel laufen hast, um einen Mix zu kriegen. Du hast mehrere Spuren, Hall, Delay etc.

Auch guten Rutsch!

Grüße,
Armin

   Von homerec am Donnerstag, den 09. Januar, 2003 - 09:58:

Hallo Andre! Armin hat dich ja bestens informiert. Daher von mir nur eine Info bzgl. des Samplers. Ich selbst nutze Cubase SX mit dem NATIVE INSTRUMENTS 'KONTAKT'-Sampler. Der ist klanglich hervorragend, sehr leistungsstark und auch für Anfänger intuitiv zu bedienen. Mit anderen Worten das wohl beste Teil was man z.Z. an Softwaresamplern bekommen kann. Zu HALION von STEINBERG kann ich nur sagen das ich schonmal "reinschnuppern" konnte, er aber meiner Meinung nach sehr gewöhnungsbedürftig ist im handling. Bei KONTAKT ist übrigens auch noch einen hervorragende Sound-Library im Lieferumfang mit Drums, Percussions, Synths, Bässen usw. Infos auf der NATIVE INSTRUMENTS-Homepage. Viel Spass...homerec

   Von andre am Freitag, den 10. Januar, 2003 - 09:40:

Hallo homerec,
den Kontakt-Sampler kenn ich leider noch nicht.
Weißt du, ob es dafür auch ein Handbuch (in Deutsch) gibt ?? Ich würde gern vorher einmal reinschauen, um in etwa einen Überblick über die Funktionen und Möglichkeiten zu bekommen. Oder ist er so einfach zu bedienen, so daß ein Handbuch nicht notwendig ist. (du sagtest etwas von "intiutiv", was immer das heißen mag).
Vielleicht meldest du dich einfach nochmal..

Andre


P.S.: Welchen Rechner würdest du mir zur Musikproduktion empfehlen ??

   Von homerec am Freitag, den 10. Januar, 2003 - 13:36:

Hi nochmal! Also ich mach jetzt so ungefähr seit nem guten Jahr mit Cubase, bin also auch nicht so der Profi. Mit intuitiv meine ich das man nicht Informatik studiert haben muss, um den Sampler zu bedienen. Ich hab das Teil instaliert, als VST über Cubase geöffnet und binnen einer Minute hatte ich die ersten Sounds - ohne Handbuch - ohne Übertreibung! Zieh dir einfach mal die Demo von der NATIVE INSTRUMENTS - Page.
Wegen deinem Rechner kann ich nur sagen: Je mehr Leistung desto besser. Wichtig sind mind(!) 256MB, eine 7200er Festplatte wäre sinnvoll, und unter 1 GHZ macht's auch keinen Spass. Ich selbst hab einen 1.3 Celeron mit Festplatte und RAM wie oben erwähnt. Damit kann ich durchaus 10 VST-Instrumente gleichzeitig öffnen und alle 8 Sendeffekte ausschöpfen. Wie du schnell merken wirst nehmen die Effekte eine ganze Menge Rechnerleistung in Anspruch. Deshalb würd ich sie ausschalten, wenn dein Rechner an seine Leistungsgrenzen kommt und erst beim Audioexport wieder alle anschalten. Aber was erzähl ich...tüffteln tüffteln! Das meiste lernst du von selbst mit der Zeit. Also viel Spass...bye



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